Spotpreis — was er bedeutet und wie er funktioniert

Schnelle Antwort: Der Spotpreis ist der Großhandelspreis für eine Megawattstunde Strom, der am Tag vor der Lieferung über eine Auktion in allen europäischen Gebotszonen festgelegt wird. Er klärt jeden Werktag gegen 12:00 CEST und ist der Referenzpreis, auf dem die meisten Verbrauchertarife basieren.

Im Detail

Der europäische Spotmarkt funktioniert wie eine verschlossene Auktion. Jeden Werktag um 12:00 CEST geben alle Stromerzeuger und Großverbraucher stündliche Gebote für die nächsten 24 Stunden ab. Der Marktbetreiber (EPEX SPOT, Nord Pool, OMIE etc. je nach Zone) klärt sie, ermittelt den Gleichgewichtspreis für jede Stunde und veröffentlicht das Ergebnis bis 13:00 CEST.

Die 24 stündlichen Klärungspreise sind dann fixiert — der Preis, den Sie für „morgen 14:00" sehen, ist das, was jeder Netzkunde (vor Einzelhandelsmargen, Steuern und Netzentgelten) für diese Stunde zahlen wird.

Spotpreise schwanken stark im Tagesverlauf: Solar-Überangebot drückt die Mittagspreise im Frühling oft unter Null, während Winter-Spitzenstunden bei Kälteperioden mit wenig Wind über €500/MWh erreichen können.

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