Gebotszone — was sie ist und warum die Preise in Europa unterschiedlich sind

Schnelle Antwort: Eine Gebotszone ist ein geografisches Gebiet, in dem der Großhandelsstrompreis einheitlich ist, getrennt von Nachbarzonen durch Übertragungsbeschränkungen. Europa hat 41 ENTSO-E-Zonen — die meisten Länder sind eine Zone, aber Norwegen, Schweden, Dänemark, Italien und die Ukraine sind in mehrere Zonen aufgeteilt.

Im Detail

Gebotszonen existieren, weil Stromübertragungsleitungen begrenzte Kapazität haben. Wenn eine Zone überschüssige Produktion hat, aber wegen einer überlasteten Leitung nicht alles in eine Nachbarzone exportieren kann, ist die Aufteilung des Gebiets in zwei Zonen mit getrennten Preisen die bevorzugte EU-Lösung.

Norwegen hat fünf Zonen (NO1–NO5) entlang von Nord-Süd-Engpässen; der trockene, wasserkraft-arme Süden kann an bestimmten Wintertagen 5–10× mehr zahlen als der wasserkraft-reiche Norden. Schweden hat vier (SE1–SE4); Dänemark hat zwei (DK1 West, DK2 Ost); Italien hat sechs. Alle anderen ENTSO-E-Mitglieder sind Einzelzonen.

Innerhalb einer Zone ist der Spot-Klärungspreis für jeden Kunden identisch, unabhängig von der Stadt.

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